September

Tempus fugit, wussten bereits die alten Römer, aber inzwischen fliegt die Zeit nicht einfach nur wie ein Vogel, sondern scheint sich geradezu mit Lichtgeschwindigkeit fortzubewegen. September? Ernsthaft? Gerade war doch noch Juni. Und wegen der Hitze hatten wir nicht einmal besonders viel vom Sommer, den zumindest ich weitgehend in kühlen, abgedunkelten Räumen (und oft genug im Kino) verbracht habe.

Deshalb freue ich mich jetzt auf einen möglichst langen, angenehm temperierten Herbst und einen September mit vielen spannenden Filmen. Tatsächlich starten so viele Produktionen in den nächsten zwei Monaten, dass ein befreundeter Verleiher vom Haifischbecken gesprochen hat. Die Konkurrenz ist riesig, und neben den vielen, vielen Neuerscheinungen gibt es auch noch zahllose Wiederaufführungen und Sonderevents – wie das Kinofest und vor allem den InsideKino-Filmmarathon, den sich kein Cineast, der etwas auf sich hält, entgehen lassen sollte. Das Programm, so viel sei verraten, ist spitze, und wer mir schon immer mal sagen wollte, wie daneben ich mit der Bewertung von Filmen liege, hat am 19. September eine einmalige Gelegenheit dazu.

Der Film, auf den ich mich am meisten freue, ist The Uprising – Für die Freiheit, ein Historienfilm über einen Bauernaufstand im mittelalterlichen England mit Andrew Garfield in der Hauptrolle.

Mit Runner gibt es einen flotten, gut gemachen Actionfilm für die Liebhaber dieses Genres. Wir haben ihn bereits gesehen und gemocht.

Wer damals Falsches Spiel mit Roger Rabbit toll fand, sollte sich Coyote vs. ACME ansehen. Die Ausschnitte, die wir gesehen haben, waren vielversprechend.

Horrorfilm-Fans warten vermutlich schon sehnsüchtig auf den neuen Film von Weapons-Regisseur Zach Cregger, der sich daran gemacht hat, das in die Jahre gekommene Franchise Resident Evil … nun ja, wiederzubeleben.

Pressure erzählt von der Landung in der Normandie und dem Einfluss des Wetters darauf und ist ein Leckerbissen für alle Arthausliebhaber und geschichts- und meteorologieinteressierten Zuschauer.

Schließlich gibt es noch ein Schmankerl für die LGBTQ+-Community: Der wilde Animationsfilm Jim Queen gilt vielen Kritikern als einer der besten Filme des Jahres.

Zugegeben, angesichts der Überfülle an Filmen ist meine persönliche Auswahl relativ klein, aber dafür fein, und ich bin sicher, es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Wir sehen uns hoffentlich beim InsideKino-Filmmarathon am 19. September – oder einfach so im Kino!

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Über Pi Jay

Ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Inzwischen arbeitet er als Drehbuchautor, Lektor und Dozent für Drehbuch und Dramaturgie - und hat bislang fünf Romane veröffentlicht.