August

In meiner Kindheit gab es einige komplett verregnete Sommer, in denen man die Gummistiefel praktisch nicht mehr ausgezogen hat und an Besuche im Freibad nicht zu denken war. Dieser Sommer ist definitiv nicht so, sondern heiß, heiß, heiß. Inzwischen haben immerhin zahlreiche Deutsche erkannt, dass Kinos klimatisiert sind und man dort tolle Filme sehen kann. Und Snacks gibt es auch.

Im August starten viele neue Titel, darunter einige Hits, auf die die Fans schon lange gewartet haben, aber auch etliche interessante andere Produktionen. Hier sind die, auf die ich am meisten gespannt bin.

Der Klang der Stradivari ist etwas für die Arthausfraktion und erzählt vom komplizierten Zusammenspiel eines Streichquartetts. Wir haben einen längeren Ausschnitt gesehen, der mir ganz gut gefallen hat.

Wer eher auf Eskapismus steht, sollte The End of Oak Street nicht verpassen, wo zeitgenössische Amerikaner von hungrigen Dinosauriern gejagt werden.

Auch von Sunny Dancer haben wir einen Ausschnitt gesehen, der ziemlich gut und bewegend war. Es geht um ein Camp für krebskranke Kinder, Freundschaft und Akzeptanz.

Ein komplett anderer Film über ein Sommercamp ist Teenage Sex and Death at Camp Miasma, der als feministische Horrorfilmpersiflage Slasher-Movies aufs Korn nimmt. Wir konnten ihn bereits vorab sehen und mochten den stylischen Look und Gillian Andersons Performance.

In Das Ende der Sterne wird auch gekämpft, wie sich das in einem waschechten Endzeitthriller gehört. Die Bestsellerverfilmung von Altmeister Ridley Scott ist ein Muss für Cineasten.

One Night Only hat eine etwas bizarre Prämisse – alle Singles dürfen nur in einer Nacht des Jahres legalen Sex haben – ist im Kern aber eine herkömmliche RomCom mit einer sehr sympathischen Besetzung. The romantic Purge sozusagen.

Nimrods: A Green Day Comedy hat einen netten Trailer und erzählt vom Roadtrip einer jungen Band, die glaubt, im Vorprogramm von Green Day auftreten zu können.

Wer Backrooms mochte, wird vielleicht auch Gefallen an Exit 8 finden, der ein ebenfalls künstlerisch ambitionierter Horrorfilm ist.

Das ist eine recht beachtliche Liste mit neuen Filmen, die zum Teil klassisches Popcorn-Kino beinhaltet, zum Teil anspruchsvolleres Arthaus. Da sollte doch für jeden Geschmack etwas dabei sein.

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Über Pi Jay

Ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Inzwischen arbeitet er als Drehbuchautor, Lektor und Dozent für Drehbuch und Dramaturgie - und hat bislang fünf Romane veröffentlicht.