Ich war schon lange nicht mehr so häufig im Kino wie in den vergangenen zwei Wochen und habe mir sogar Filme angesehen, auf die ich nicht besonders neugierig war. Der Grund dafür waren natürlich die Hitze – und die angenehm klimatisierten Kinosäle. Außerdem kann man direkt dankbar dafür sein, dass heutzutage kaum eine Produktion eine Laufzeit von unter zwei Stunden besitzt, so darf man etwas länger im kühlen Dunkel verweilen.
WeiterlesenArchiv des Monats: Juni 2026
The Iron Claw
Eigentlich sollte es im heutigen Beitrag um einen Martial-Arts-Klassiker namens Der Rikschamann gehen, den ich bei Prime Video entdeckt habe. Ich habe versucht, ihn mit anzuschauen, aber man merkt dem Film zu stark seine Herkunft aus der Blödelecke der Siebzigerjahre an, und die deutsche Synchronisation jener Zeit, die versucht hat, dem noch eins draufzusetzen, gibt ihm den Rest. Wer auf Kung Fu und Brachialkomödien à la Bud Spencer und Terrence Hill steht, mag daran vielleicht seine Freude haben, mir war das Ganze einfach viel zu blöd. Beschäftigen wir uns also stattdessen mit einem anderen Kampfsport.
WeiterlesenCity of Darkness
Kenji Tanigaki, der Regisseur von The Furious, hat als Stuntman und Action Designer begonnen und als solcher 2024 einen Martial-Arts-Film betreut, der seither auf meiner Watchlist stand. Ich kann mich noch daran erinnern, dass er uns auf einer Tradeshow vorgestellt wurde, aber nicht, ob er tatsächlich auch im Kino lief. Zumindest nicht in einem der Lichtspielhäuser, die ich aufsuche. Vor kurzem ist er jedoch auf Prime Video erschienen, und in Kombination mit The Furious hat sich eine Sichtung geradezu aufgedrängt.
WeiterlesenThe Furious
I put on Survivor just to watch somebody suffer, heißt es in Billie Eilishs Song TV, und das ist eine Geisteshaltung, die ich zurzeit gut nachvollziehen kann. Andere leiden zu sehen, hilft einem zwar nicht unbedingt, sich selbst besser zu fühlen, aber man ist in seinem Schmerz wenigstens nicht allein. Anstatt mir eine blöde Realityshow anzusehen, gehe ich jedoch lieber ins Kino und beobachte, wie sich ein paar Leute gegenseitig verkloppen, was immerhin den Vorteil hat, zu wissen, dass alles nur fiktiv ist.
WeiterlesenEPiC– Elvis Presley in Concert
Nach all den Aliens unternehmen wir heute eine Reise in die Vergangenheit und treffen auf einem Mann, der zumindest auf der Bühne ein bisschen wie ein Außerirdischer aussah. Die Rede ist, nein, nicht von Elton John oder Liberace, sondern Elvis Presley, über den es vor ein paar Jahren ein fulminantes Bio-Pic von Baz Luhrmann gab.
WeiterlesenThe Mandalorian and Grogu
Als die Serie 2019 bei Disney+ erschien, wurde sie quasi über Nacht zum Hit und machte Pedro Pascal zu einem Star, obwohl man bis auf wenige Momente sehr spät in der ersten Staffel niemals sein Gesicht zu sehen bekommt. Schuld daran war eine Figur, die anfangs nur Baby-Yoda hieß, und allein die Einnahmen aus dem Merchandising dürften den Buchhaltern im Maus-Haus konstant ein seliges Grinsen ins Gesicht zaubern.
WeiterlesenDisclosure Day – Der Tag der Wahrheit
Steven Spielberg bringt keine Filme ins Kino, er kreiert popkulturelle Phänomene. Zumindest war es früher so, als fast jede neue Produktion von ihm ein Großereignis war. Das begann vor fünfzig Jahren mit Der weiße Hai, der zu jenen Filmen gehört, mit denen das Blockbuster-Kino, wie wir es kennen, aus der Taufe gehoben wurde, und galt auch für E.T., die Indiana Jones-Filme oder Jurassic Park. Doch seine letzten beiden Werke, Die Fabelmans und West Side Story, hinterließen keinen nachhaltigen Eindruck und kamen auch beim Publikum nicht mehr so gut an, obwohl die Qualität durchaus stimmte.
WeiterlesenThe History of Sound
Meistens reicht mir ein gelungener Trailer, um sofort meine Neugier auf einen Film zu wecken, was leider seltener vorkommt als man meinen möchte, bei dieser Produktion allerdings der Fall war. Zudem spielen mit Paul Mescal und Josh O’Connor gleich zwei Darsteller mit, die ich sehr gerne sehe, und so landete der Titel sogar auf meiner Heiß-auf-Liste. Vergangenen Sonntag konnte ich ihn mir endlich im Kino ansehen.
WeiterlesenSorry, Baby
Der Trailer verrät nicht viel, was an sich eine gute Sache ist, aber schlecht, wenn er so wenig verrät, dass man keine Ahnung hat, worum es in dem Film überhaupt gehen soll. Von dieser Sorte gibt es gerade einige, insbesondere im Arthaus-Segment. Wenn er zudem noch spröde wirkt und als Komödie vermarktet wird, man aber nie das Gefühl hat, dass etwas witzig gemeint ist, ist es problematisch. Wäre der Film nicht letztes Jahr auf einer Tradeshow am Rande des Münchner Filmfests gelaufen, hätte ich ihn mir wohl nie angeschaut.
WeiterlesenA Beautiful Day
Der Film von 2017 stand lange auf meiner Watchlist, da er immer wieder von Amazon Prime verschwand und wieder auftauchte und ich außerdem keine große Lust hatte, ihn mir anzusehen. Dabei ist der Trailer okay, mit Joaquin Phoenix gibt es einen veritablen Hauptdarsteller und auch die Grundidee, ein Mann rettet ein junges Mädchen vor seinen Entführern, klingt solide. Außerdem lief er im Hauptwettbewerb in Cannes, weshalb er für Cineasten quasi ein Must-See ist. Dennoch erschien mir die Story insgesamt nicht originell genug, um mich zu begeistern, der Trailer wirkt eher behäbig, und auch der imdB-Wert liegt unter dem Wert von 7, ab dem Filme für mich erst wirklich interessant werden. Ansehen oder ignorieren, das ist hier die Frage.
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