Digger

Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu galt seit seinem Kinodebüt Amores perros als Liebling des Feuilletons und der Filmkritiker, aber auch beim Publikum kamen seine Produktionen häufig gut an. Seit The Revenant, der erste seiner Filme, der mir wirklich gut gefallen hat, war es aber erstaunlich still um ihn. Nun ist er wieder zurück im Kino, doch sein neuestes Opus wird sehr kontrovers aufgenommen. Manche Kritiker scheinen es sogar regelrecht zu hassen, und die Zuschauer machen einen großen Bogen darum, obwohl diejenigen, die den Film tatsächlich gesehen haben, eher wohlwollend reagieren. Der imdB-Wert ist bislang zumindest nicht schlecht.

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A Real Pain

Schon immer hat es Schauspieler gegeben, die auf die andere Seite der Kamera gewechselt sind, um selbst Regie zu führen. So wie Jesse Eisenberg, der bei A Real Pain nicht nur inszeniert, sondern auch das Drehbuch geschrieben hat. Für letzteres wurde er mit einer Oscarnominierung belohnt. Bei der Verleihung ging er dann zwar leer aus, aber immerhin erhielt sein Co-Star Kieran Culkin das goldene Kerlchen für die beste Nebenrolle. Ich habe mir den Film nun bei Disney+ angesehen.

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Pressure

Über einen Mangel an Filmen über den Zweiten Weltkrieg brauchen wir uns wirklich nicht zu beklagen. Auch die Landung in der Normandie wurde bereits erfolgreich im Kino aufgearbeitet, etwa in Der längste Tag oder Der Soldat James Ryan, weshalb es immer schwieriger wird, noch einen originellen Ansatz zu finden. So ist es nicht verwunderlich, dass die Produzenten dieses Films nicht auf das große Ganze setzen, sondern sich auf einen bisher eher wenig beachteten Teilaspekt konzentrieren, den man als historisch interessierter, aber nicht umfassend informierter Zuschauer nicht unbedingt auf dem Schirm hatte: das Wetter.

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The Wanderers: Terror in der Bronx

Es ist manchmal seltsam, dass bestimmte Themen in der Luft zu liegen scheinen und gleich zwei Filme dazu kurz hintereinander in die Kinos kommen. 1979 war so ein Fall, als im Februar in den USA Die Warriors herauskam und sehr erfolgreich wurde, während im Juli mit The Wanderers ein weiterer Film über New Yorker Banden erschien, der in den USA nicht einmal seine Produktionskosten eingespielt hat. Bei uns lagen die beiden Filme noch näher beieinander und sind innerhalb von nur fünf Wochen im Sommer 1979 gestartet. Interessanterweise waren bei uns beide Film mit über eine Million Besucher in etwa gleich erfolgreich.

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Die Warriors

Wenn es um die Filmgeschichte geht, sind die Siebzigerjahre für mich in weiten Teilen immer noch Terra incognita. Natürlich habe ich viele Klassiker aus dieser Zeit gesehen, und ich liebe Filme wie Chinatown und selbstverständlich Star Wars, aber im Großen und Ganzen bin ich, als ich angefangen habe, bewusst Filme zu schauen, mit der Dekade nie so richtig warm geworden. Ich denke, es lag am New Hollywood, das sich einem knallharten Realismus verschrieben hatte, und an den vielen sozialkritischen Stoffen wie Einer flog über das Kuckucksnest, die zwar großartig, naturgemäß aber auch eher deprimierend sind. Gebt mir Eskapismus und den Glamour des alten Hollywood, und ich bin glücklich, bei traurigen Filmen über gebeutelte Menschen eher nicht.

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Oktober

Der Herbst naht mit Riesenschritten, die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken – die beste Zeit also, um ins Kino zu gehen. Tatsächlich starten im Oktober wieder unglaublich viele Filme, darunter einige Schmankerl und spannende Produktionen. Hier ist wie immer meine ganz persönliche Auslese.

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Der Nebelmann

Neulich war ich auf der Suche nach einem Thriller, einem Genre, das in der letzten Jahrzehnten ein wenig vernachlässigt wurde, aber inzwischen wieder verstärkt ins Kino kommt. Mit The Housemaid – Wenn sie wüsste gab es dieses Jahr sogar eine sehr erfolgreiche Produktion auf der großen Leinwand. Die meisten anderen hingegen findet man in den Charts eher auf den hinteren Plätzen.

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Juror No. 2

Amerikanische Gerichtsdramen sind in letzter Zeit etwas selten geworden und zumindest im Kino sogar ein bisschen aus der Mode gekommen. Was schade ist, denn das Genre schafft es häufig, ungemein spannende Szenen ohne aufwändige Actionelemente zu kreieren, und erzählt meistens von großen Themen wie Schuld und Gerechtigkeit. Außerdem sind amerikanische Gerichtsverhandlungen von einigem Unterhaltungswert. Die Amerikaner machen bekanntlich aus fast allem eine große Show.

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Runner

Glaubt man dem deutschen Verleih des Films, wird Alan Ritchson der führende Actionstar der nächsten Jahre. Nachdem er in der Amazon Prime-Serie Reacher in diesem Genre bereits eine gute Figur und sich einen Namen gemacht hat, könnte dies durchaus passieren, aber es ist wohl noch zu früh, um sich ein abschließendes Urteil zu bilden, zumal es durchaus noch ein paar andere Anwärter auf diesen Titel gibt.

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Schrei in die Vergangenheit

Wenn man sich näher mit dem Werk und seinem Autor beschäftigt, stößt man auf einige interessante Fakten: Rattigan war einer der populärsten Dramatiker in der Mitte des 20. Jahrhunderts, dessen Stücke zu den meistgespielten im englischsprachigen Raum zählten, und einer der bestbezahlten Drehbuchautoren der Welt, der zweimal für den Oscar nominiert war. Dennoch sagte mir sein Name auf den ersten Blick nichts. Auf den zweiten Blick wurde mir jedoch klar, dass ich mit Hotel International und Goodbye, Mr. Chips immerhin zwei von ihm geschriebene Filme gesehen hatte, ebenso wie David Mamets Adaption von Rattigans Winslow Boy.

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