Die Geliebte des französischen Leutnants

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich erstmals auf diesen Film aufmerksam geworden bin, es ist sicherlich einige Jahrzehnte her. Irgendwann bin ich beim Zappen hängengeblieben und habe mir einige Minuten angesehen. Obwohl ich normalerweise keinen Historienfilm auslasse, noch dazu einen mit einer so tollen Besetzung, hat mir damals die Film-im-Film-Idee nicht gefallen. Andererseits ist es ein – zumindest in den USA – recht bekannter Film, den ich noch nicht kannte, da lag es nahe, ihn auf meine Watchlist zu setzen.

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Hannah und ihre Schwestern

Der Film war seit den späten Achtzigern mein Lieblingsfilm von Woody Allen, den ich mir nun noch einmal angeschaut habe, weil ich neugierig war, ob er mir heute auch noch so gut gefallen würden. Ein bisschen hatte ich jedoch auch Angst davor, da sich mein Geschmack im Laufe der Zeit doch ebenso gewandelt hat wie die Art des Filmemachens.

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Manhattan

Meine Watchlist treibt mich gerade zur Verzweiflung, weil immer mehr alte Filme bei den diversen Streamingdiensten, vor allem aber bei Prime Video, auftauchen, die ich noch nicht gesehen habe oder wiedersehen möchte. Eigentlich eine schöne Entwicklung und kein Grund zur Panik, sollte man meinen, schließlich bleiben, einmal in den Katalog aufgenommen, diese Filme einem recht lange erhalten und sind jederzeit verfügbar. Leider nicht. Manchmal scheinen die Rechte nur für drei Monate gekauft zu werden, aber das erfährt man leider erst, wenn sie bereits auf der Liste der Produktionen stehen, die demnächst wieder aus dem Programm entfernt werden. Es kann zwar sein, dass sie nach einer Weile wieder zurückkehren, nur kann man sich nicht darauf verlassen.

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Der Stadtneurotiker

Woody Allen gehört ja leider zu jenen Regisseuren, die gecancelt wurden, obwohl keiner der gegen ihn erhobenen Vorwürfe jemals verifiziert wurde und es nie zu einer Anklage kam. Früher nannte man das Rufmord. Die Frage, ob man sich seine Filme weiterhin ansehen soll oder nicht, hat sich damit für mich erledigt. Auch wenn ich nicht sein größter Fan bin und die meisten seiner neueren Filme nicht gelungen fand (oder nicht einmal gesehen habe, weil sie mich nicht interessierten), gibt es einige ältere Produktionen, die ich mir noch einmal ansehen möchte – oder gänzlich neu entdecken will.

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Missing

2018 kam Searching in unsere Kinos, eine Geschichte über einen Vater, der nach seiner spurlos verschwundenen Tochter sucht, und der Clou war, dass die gesamte Story allein über Bildschirme erzählt wurde. Desktop-Movies sind die konsequente Weiterentwicklung der sogenannten Found-Footage-Filme, die mit Blair Witch Project oder Mann beißt Hund in den Neunzigern zu einiger Popularität erlangt sind. Spätestens seit der Erfindung des Smartphones sind Bildschirme in unserem Leben allgegenwärtig, so dass es den Machern leichter fällt, sie glaubwürdig in die Geschichte zu integrieren.

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Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes

Immer wenn ein Film angekündigt wird, der zum x-ten Mal eine bekannte Geschichte erzählt (Die drei Musketiere oder Große Erwartungen) oder unnötigerweise ein Franchise, das schon lange auserzählt ist, fortsetzt, beginne ich leise What The World Needs Now zu summen. Das ist ein Automatismus.

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April

Früher wurde man von Freunden mit harmlosen Scherzen in den April geschickt, und sogar die Zeitungen veröffentlichten Nachrichten, die irreführend waren und die Menschen hochgenommen haben, aber irgendwie ist diese nette Tradition in Vergessenheit geraten. Vielleicht weil wir im Zeitalter der Fake News und alternativen Realitäten leben?

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55 Tage in Peking

Das erste Mal habe ich von diesem Film in der kuriosen spanischen Miniserie Arde Madrid gehört, die von Ava Gardners Aufenthalt in Spanien handelt, bei dem sie vom Franco-Regime ausspioniert wird. Eine faszinierende und empfehlenswerte Serie, gedreht in Schwarz-Weiß, und stellenweise ungeheuer witzig – dank des exilierten Präsidenten Perón, der nebenan wohnt. In einer Folge erhält Gardner jedenfalls das Drehbuch zu 55 Tage in Peking und zögert, die ihr vorgeschlagene Rolle anzunehmen.

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Heaven’s Gate

Wann ist ein Film ein Flop? Grob gesagt ist jede Produktion, die ihre Kosten an den Kinokassen nicht einspielen kann, ein Misserfolg. Doch darüber hinaus gibt es auch Filme, die man gemeinhin für Flops hält, die es aber nicht unbedingt sind.

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Weites Land

Neulich bin ich wieder einmal die Liste der Filme durchgegangen, die demnächst bei Prime Video verschwinden werden – und von denen ich teilweise nicht einmal wusste, dass sie sich überhaupt im Angebot des Streamingdienstes befinden. Immer wieder entdeckt man dabei einen Klassiker der Filmgeschichte, den man schon lange mal wiedersehen wollte oder den man womöglich noch gar nicht kennt, und hin und wieder sogar einen alten Streifen, von dem man noch nie zuvor gehört hatte. So steht diese Woche – auch mangels passender Osterfilme – ganz im Zeichen der Vergangenheit mit zwei Western und einem Monumentalschinken.

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